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 Arata Kimura

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Anzahl der Beiträge : 16
Beruf : Polizist (aktuell beurlaubt)
Beziehungsstand : geschieden
BeitragThema: Arata Kimura   Do Nov 09, 2017 1:00 am

Arata Kimura


Allgemeines


RUFNAME: Arata ist eigentlich recht offen für Spitznamen aller Art, aber da er es heute doch eher bevorzugt, mit den meisten Personen kein engeres Verhältnis aufzubauen, sind keine positiven Bezeichnungen für ihn mehr übrig geblieben. Eine Nennenswerte gibt es aber nach wie vor... ein gewisser Jemand tendiert schließlich dazu, ihn "Papa" zu nennen. Und obwohl er weiß, dass es sich bei ihm eigentlich nicht um seinen Sohn handelt, ist er damit doch viel zu leicht zu erweichen, egal in welchem Kontext diese Anrede fällt.

ALTER: Mit 38 Jahren dürfte er für manche wohl schon zum alten Eisen gehören. Arata selbst würde sich allerdings nicht als "alt" bezeichnen lassen. Da ist seiner Meinung nach definitiv noch Luft nach oben.

GEBURTSTAG: Sein Geburtstag ist am 13. September, zu einer Zeit in der sich der Sommer wohl schon dem Ende zuneigt. Die meisten Menschen sehen ihrem Geburtstag wohl eher mit Freude entgegen, doch ihn selbst deprimiert die Thematik von Geburtstagen allgemein nur.

GESCHLECHT: Ohne Zweifel männlich, das sollte ihm doch jeder mit Augen im Kopf ansehen können, wenn man sein Geschlecht nicht schon an der Stimme ausmachen kann. Seine Kollegen tendierten allerdings darüber zu scherzen, dass er seinem Aussehen gegenüber pedantischer sei als die meisten Frauen. Etwas, worüber er auch heute noch manchmal lacht.

ZUGEHÖRIGKEIT: Er ist ein ganz gewöhnlicher Mensch. Viel gibt es dazu wohl auch nicht zu sagen, besitzt er doch keine ausreichende Kenntnis über die Dinge, die einem Menschen wirklich widerfahren könnten.

BERUF: Es handelt sich bei Arata um einen Polizisten, einen Beruf, den er mehr aus kindheitlicher Bewunderung zu seinem Vater und seinem Großvater ergriffen hat und weniger aus tatsächlicher Überzeugung heraus. Dennoch besitzt er eine eigene Definition von Gerechtigkeit, die er auch heute zu verfolgen versucht, obwohl er aus persönlichen Gründen über einen längeren Zeitraum beurlaubt worden ist.

SEXUELLE ORIENTIERUNG: Eigentlich ist Arata kein Mensch, der sich um so etwas wirklich Gedanken macht. Liebe ist für ihn eher etwas, das man einfach dem Schicksal überlässt. Wobei man bei seinem bisherigen Werdegang wohl sagen könnte, dass er hetero ist, immerhin hatte er Frau und Kind.

BEZIEHUNGSSTAND: "Hatte" ist an dem Punkt dann wohl auch das Stichwort, immerhin ist er nun, wo sein Sohn verstorben ist, geschieden... also dementsprechend Single. Etwas, über das er nicht wirklich gerne spricht. Er trägt seinen Ehering aber trotzdem noch an seinem linken Zeigefinger...



Erscheinungsbild


AUSSEHEN: Mit seinen 179 Zentimetern Körpergröße könnte man Arata wohl als einen recht groß gewachsenen Mann bezeichnen, wobei seine Statur eher schlank ist und auf den ersten Blick vielleicht nicht auf viel Körperkraft schließen lässt. Sein Haar ist kurz geschnitten und dunkelbraun, wobei er es stets ordentlich frisiert hält. "Ordentlich" ist wohl ein Begriff, den man auch für seine gesamte Erscheinung verwendet könnte, schließlich bemüht er sich stets darum, gepflegt aufzutreten. Wohl auch der Grund, weshalb er oft zu Hemden und Krawatten greift, oft gepaart mit einem grauen Anzug. Allerdings versucht er die Hemden hier zumindest farbig zu halten, seine bisher am häufigsten getragene Farbe in dieser Hinsicht ist rot.
Oft wird er auch mit einer Sonnenbrille gesehen, deren rechteckige Gläser in einem rotorangenen Ton gehalten sind. Eine rein ästhetische Entscheidung seinerseits, wobei die Brille ebenfalls seine leichte Sehschwäche korrigiert. Wenn er diese Brille nicht trägt, ist er dennoch auf eine gewöhnliche Sehhilfe angewiesen. Ohne die gefärbten Linsen kann man so auch erkennen, dass seine Iriden ebenso wie sein Haar dunkelbraun sind.
Zu Hause sieht man ihn wohl eher in gemusterten Pullundern, wobei das auch eher von der Temperatur und der Jahreszeit abhängig ist. Was sein Schuhwerk betrifft, greift er auch eher auf lederne Halbschuhe zurück, meist in den Farben schwarz und braun. Ebenfalls wird er kaum ohne einen Ring am linken Zeigefinger gesehen und trägt auch gerne eine silberne Armbanduhr an seinem linken Handgelenk.

BESONDERE MERKMALE: Die meisten seiner Bekanntschaften würden an seinen hervorstechenden Merkmalen wohl allein seine Brille nennen und dass er insgesamt sehr penibel auf sein Äußeres achtet. Ansonsten sticht er nicht besonders aus der Masse hervor.
Was anderen natürlich auch verborgen bleibt ist das Vertragssiegel, das sich auf seinem linken Schulterblatt abzeichnet. Einfach so wird er wohl keine offenbaren, dass er einen Vertrag mit einem Nachtmahr geschlossen hat, tendiert er teils doch selbst dazu, seine Verzweiflung in dieser Hinsicht zu verleumden.



Persönlichkeit


CHARAKTEREIGENSCHAFTEN: Man könnte Arata wohl am ehesten als einen Menschen bezeichnen, der in der Vergangenheit lebt. Er ist äußerst sentimental und vergisst kaum, was ihm widerfährt, was ihn oft dazu bringt, in Erinnerungen zu schwelgen. So versucht er nämlich stets, sich allein an die guten Zeiten seines Lebens zu erinnern und hofft darauf, dass seine positiven Empfindungen darüber ihm Kraft für die Zukunft geben. Nicht zu leugnen ist nämlich, dass er seit dem Tod seines Sohnes oft deprimiert ist und im Grunde kaum die Energie finden würde, morgens überhaupt aufzustehen. Die Tatsache, dass er seine Erscheinung so penibel pflegt ist lediglich ein Schein, mit dem er anderen vermitteln will, dass mit ihm alles in Ordnung ist. Würde er nicht krampfhaft versuchen so zu tun, als wäre er von seiner Vergangenheit unberührt geblieben, würde man ihn wohl zu Hause eingeschlossen in einem ziemlich erbärmlichen Zustand vorfinden. Er selbst betrachtet sich jedoch trotz allem als einen Menschen, der über solch einem armseligen Dasein steht.
Tatsächlich wird er nämlich von einer starken Rachsucht denen gegenüber getrieben, die seinen Sohn auf dem Gewissen und ihn somit seiner Familie beraubt haben. Er sieht es beinahe als seine Pflicht an, diese schäbigen Menschen vom Antlitz der Erde zu tilgen. Denn obwohl er früher ein ziemlich respektabler Polizist gewesen ist, hatte er auch damals schon einen äußerst sturen Kopf, was die Definition von Gerechtigkeit anbelangt. Er richtet allein nach seinem eigenen Maß über andere Menschen und obwohl er weit entfernt von der reinen Schwarzweißmalerei ist und nicht jeden Menschen für das bloße Brechen von Gesetzen verurteilt, könnte er trotzdem keiner Person verzeihen, die anderen allein zum eigenen Vorteil oder Vergnügen schaden würde. Ihnen gegenüber wären ihm sogar sämtliche Methoden der Bestrafung recht, wobei er sich hier häufiger im Zwiespalt wiederfindet. Denn trotz allem ist er die nach wie vor bestehende Möglichkeit Leid, dass seine Mitmenschen allein wegen ihm in Mitleidenschaft gezogen werden könnten, vor allem nun, wo er einen Vertrag mit einem ziemlich sadistischen Nachtmahr geschlossen hat. Selbst wenn er es als gerecht erachten würde, würde das Verletzen einer anderen Person dennoch starke Gewissensbisse in ihm hervorrufen, die seinem ohnehin schon stets präsenten Gefühl der inneren Leere wahrscheinlich nicht helfen würden.

Zwar versucht er, nach außen hin das Bild eines stoischen und hartgekochten Polizisten abzugeben, aber man wird sehr schnell feststellen, dass unter dieser Schale nur ein sehr sensibler Kerl steckt, der sich obendrein leicht erweichen lässt, sollte man mehr Zeit mit ihm verbringen. Vor allem Kindern gegenüber tritt er sehr sanft auf und gibt stets sein bestes, ein gutes Vorbild für sie zu sein. Von jungen Leuten als "uncool" betitelt zu werden oder andere negative Äußerungen über sich von ihnen zu hören zu bekommen könnte man ihm gegenüber einer tödlichen Stichwunde gleichsetzen. Es gibt nämlich nichts schmerzhafteres für ihn als diese bestimmte Art der Direktheit, die mit der kindlichen Unschuld einhergeht.
So gerne Arata aber auch mit Kindern umgeht, er hat ein erstaunlich großes Problem mit Tieren. Nicht nur aufgrund der Tatsache, dass er eine Katzenallergie hat, er hat Tiere insgesamt einfach nicht besonders gerne um sich und hat für sie meist nur einen abweisenden Blick übrig. Scheinbar spüren die meisten Vierbeiner seine Abneigung auch und gehen deswegen je nach Situation auch besonders hart mit ihm um, was seinen Eindruck von nichtmenschlichen Lebewesen auch nicht gerade verbessert... Dafür lässt sich aber sagen, dass er eine weitaus geschicktere Hand hat, wenn es um Pflanzen geht. Bei ihnen hat er zumindest keine Scheu, mit ihnen zu reden und ihnen wie Haustieren Spitznamen zu geben, was von seinen Nachbarn allerdings des Öfteren etwas fragend beäugt wird, sollte er seine Topfpflanzen bei offenem Fenster gießen.
Insgesamt ist er auch ein sehr fleißiger und zuverlässiger Mensch, der stets mit Herzblut an seine Verpflichtungen geht. In seinem damaligen Familienleben hat er sich daher trotz seiner doch ziemlich zeitraubenden Tätigkeit als Polizist in seinen freien Stunden zum Hausmann herausgemausert, was allerdings auch seinem stark verankerten Bedürfnis nach einem stabilen Familienleben zu verschulden ist. Er war teils fürsorglicher und mütterlicher als seine eigene Frau und ist auch schon von jungen Jahren an mit Leidenschaft dem Kochen und Backen nachgegangen, das jedoch vielmehr als Hobby und weniger aus einer tatsächlichen Notwendigkeit heraus. Wobei er sich damals schon gut dabei gefühlt hat, seine Mutter in dieser Hinsicht ein wenig entlasten zu können. Arata ist nämlich auch jemand, der äußerst schnell besorgt ist und Befürchtungen hegt, insbesondere wenn es um das Wohlergehen anderer geht. Sollte er also andere in Gefahr wissen, kann es schnell einmal dazu kommen, dass er zu einem neurotischen Nervenbündel wird, sowie ziemlich gestresst und angespannt wirken kann. Diese übertriebene Nervosität spiegelt sich bei ihm auch besonders schnell wider, sollte man es schaffen, ihn in Verlegenheit zu bringen.

Seine fürsorglicheren Seiten bekommen allerdings auch wirklich nur die Menschen zu sehen, die ihm wirklich nahe stehen. Anderen Personen gegenüber tritt er öfter distanziert und kalt auf, weil er in seinen Augen eine gewisse Ernsthaftigkeit zu bewahren hat. Er hat ein starkes Bedürfnis danach, sich stärker zu geben als er eigentlich ist, weil er auch der Auffassung ist, die Menschen um ihn herum um jeden Preis beschützen zu müssen. Allerdings wird er seinem eigenen Erwartungsdruck kaum gerecht und gerät deshalb leicht unter Stress, wenn er der Auffassung ist, schlicht und ergreifend nicht gut genug zu sein. Wohl einer der Gründe, weshalb eines seiner Laster das Rauchen ist. Zwar hatte er nach der Geburt seines Sohnes darum gekämpft, mit ihm aufzuhören und war sogar erfolgreich, fiel nach seinem Tod jedoch wieder in diese alte Gewohnheit zurück. Ein gewisser Zynismus lässt sich da nicht an ihm leugnen, der allerdings vor allem an ihn selbst gerichtet ist, wobei er auch dazu in der Lage ist, gerne mal beißende Kommentare über andere Personen oder momentane Situationen von sich zu geben, sollte er einmal schlecht gelaunt sein.
Leider ist es auch ein Fakt, dass er sich trotz der stetigen Versuche, seine Gefühle und Bedürfnisse zurückzudrängen, genau aus diesem Grund kaum unter Kontrolle hat. Auch wenn er gut darin ist, einen gefassten Schein zu bewahren, solange man an ihm nur die richtigen Knöpfe drückt, kann es auch vorkommen, dass man an ihm einen schlimmen emotionalen Ausbruch erleben kann. Vor allem jetzt, wo er seine Trauer noch nicht einmal ansatzweise verarbeitet hat, kommt es oft genug vor, dass er durch sie nicht ganz Herr seiner selbst ist. Teils geht das sogar so weit, dass er den Nachtmahr, an den er vertraglich gebunden ist, allein schon aufgrund seines Äußeren als eine Art Ersatz für seinen verstorbenen Sohn sieht und ihn deswegen auch entsprechend behandelt, ihn gar an seinen tiefsten Punkten mit ihm verwechselt. Allgemein bezeugt das wohl auch seine schwache und empfindliche Mentalität, durch die er sich leicht manipulieren lässt. Denn obwohl Arata im Grunde verhindern möchte, dass noch mehr Menschen wegen ihm verletzt werden, lässt sich eigentlich kaum vorhersagen, was er letzten Endes tun wird. Dafür ist er inzwischen schon viel zu sehr verzweifelt.




FÄHIGKEITEN: Bei Aratas Fähigkeiten sind wohl diese am nennenswertesten, die mit seinem Beruf zusammenhängen. Als Polizist ist er körperlich natürlich gut trainiert und hält sich auch heute noch in Form, weshalb er den meisten direkten Auseinandersetzungen durchaus gewachsen ist, wobei er ihnen trotzdem lieber aus dem Weg zu gehen versucht und es in solchen Momenten bevorzugt, eine Konfrontation verbal zu beenden. Auch ist er im Umgang mit Schusswaffen trainiert und hat dank seiner hohen Zielgenauigkeit und seiner Reflexe bei Schussübungen eine sehr hohe Trefferquote. Sollte er einmal daneben schießen, kann man sich ziemlich sicher sein, dass er es mit Absicht getan hat. Aufgrund der strikten Waffengesetze in Japan besitzt er allerdings nun, wo er vorerst nicht im Dienst tätig ist, auch keine Schusswaffe.
Eher beiläufig kann man noch anfügen, dass er dazu in der Lage ist, seinen Haushalt so gut zu führen, dass man ihn in dem Punkt fast mit einer gewöhnlichen Hausfrau gleichsetzen könnte. Vor allem, was die Küche betrifft. Er war immerhin auch derjenige, der für seine Familie gekocht hat, wo seine Frau als spät arbeitende Krankenschwester eher weniger anwesend war. In dem Punkt haben es ihm vor allem auch westliche Desserts angetan, weshalb er es inzwischen liebt, Torten zu dekorieren und andere Süßspeisen hübsch herzurichten. Man könnte seine Fertigkeiten in dem Punkt fast auf das Level eines ausgebildeten Konditors setzen.

STÄRKEN:
» hingebungsvoll
» fürsorglich
» fleißig
» zuverlässig
» freundlich
» höflich
» körperlich stark und robust
» äußerst gut im Kochen und Backen
» hohe Zielgenauigkeit
» Sinn für Gerechtigkeit
» gutes Gedächtnis
» kreativ
» spontan
» intelligent
» schnelles Reaktionsvermögen
» wortgewandt

SCHWÄCHEN:
» öfters zu ernst
» pedantisch
» impulsiv
» hängt zu sehr an der Vergangenheit
» regelmäßig deprimiert
» kurzsichtig
» Katzenallergie
» kann kaum mit Tieren umgehen
» sehr nachtragend
» stur
» sensibel
» lässt sich leicht erweichen und manipulieren
» verdrängt seine Gefühle und Bedürfnisse
» zynisch
» Raucher
» reagiert viel zu schnell besorgt

VORLIEBEN:
» kochen und backen
» klare Winternächte
» Pflanzen
» süßes Essen
» seine Hilfe anbieten zu können
» in guten Erinnerungen zu schwelgen
» Kinder

ABNEIGUNGEN:
» die meisten Tiere
» Streitigkeiten
» zu scharfes Essen
» sinnlose Gewalt
» Kriminalität
» Verschwendung (egal in welcher Hinsicht)
» das Rauchen (schafft es aber trotzdem nicht, aufzuhören...)



Biografisches


FAMILIE:
» Akio Kimura | Großvater | verstorben mit 74 Jahren
» Makoto Kimura | Vater | verstorben mit 28 Jahren
» Haruko Kimura | Mutter | verstorben mit 47 Jahren
» Yumemi Kimura | Ex-Frau | 38 Jahre alt
» Aoto Kimura | Sohn | verstorben mit 15 Jahren
» Kagurazaka | Nachtmahr | behauptet 666 Jahre alt zu sein

HERKUNFT: Japan, Osaka




LEBENSLAUF: Arata wurde gewissermaßen ohne Vater geboren, da es sich bei diesem um einen Polizisten gehandelt hatte, der vor seiner Geburt bei einer Auseinandersetzung mit Kriminellen ums Leben gekommen war. Ein schwerer Schicksalsschlag für seine Mutter, für die das Leben als Alleinerziehende in Osaka zu teuer wurde, weshalb sie nur wenige Monate nach der Geburt ihres Sohnes zu ihrem Schwiegervater nach Miagani zog. Dieser war zu dem Zeitpunkt zwar schon pensioniert, allerdings konnte er so auf den kleinen Jungen aufpassen, während sie arbeiten war.
So wuchs Arata recht sicher und behütet auf. Während er älter wurde kam er aufgrund seiner Kontakte zu Gleichaltrigen jedoch nicht drumherum festzustellen, dass seine Familie anders war und begann auch eines Tages, nach dem Verbleib seines Vaters zu fragen. Da seine Mutter dieses Thema zu sehr belastete erhielt er jedoch nie konkrete Antworten, ehe sein Großvater sich einmischte und ihr zu deuten versuchte, dass es besser wäre, den kleinen Jungen relativ früh aufzuklären. Das resultierte jedoch nur darin, dass es nun in seiner Verantwortung lag, Arata vom Schicksal seines Vaters zu erzählen und entgegen seiner Erwartung stellte es sich doch als recht schwierig heraus, einem Achtjährigen die Thematik des Todes richtig nahezubringen. So erzählte er Arata, dass sein Vater ein sehr gütiger und heldenhafter Mensch gewesen sei, der bei dem Versuch gestorben war, seine Mitmenschen zu schützen, was auch zum größten Teil stimmte. Arata war als naives Kind jedoch amschließend umso neugieriger geworden und fragte seinen Großvater schließlich nach immer mehr Geschichten aus der Dienstzeit seines Vaters, die ihn mit der Zeit immer begeisterter vom Beruf des Polizisten werden ließen.

Allgemein war Arata als Junge auch stets ein starker Verfechter der "guten Seite" gewesen, wie sie ihm durch Kindergeschichten präsentiert worden war. Er liebte es, über Abenteuer zu fantasieren und fand mit seiner fröhlichen Art leicht Freunde, mit denen er sie erleben konnte. So wurde der Haufen Kisten hinter ihrem Wohnblock schnell zu einem supergeheimen Geheimversteck, in dem sie sich für Kämpfe gegen böse Herrscher und Dämonen rüsteten, um ihre Heimat zu retten. Zumindest so lange, bis die mächtige Königin aka Mutter zurückgekehrt war und ihn zum Essen rief.
Im Laufe seiner Schulzeit begann er allerdings, dieses Verhalten stückweise abzulegen, wo ihn langsam aber sicher der Ernst des Lebens traf. Zwar war er immer noch ein Traumtänzer, aber die Abwesenheit seines Vaters begann doch ihm immer mehr zuzusetzen. Manche Jahre während Sportfesten endete er deswegen ohne ein einziges anwesendes Elternteil, weil seine Mutter zu beschäftigt mit ihrer Arbeit war und sein Großvater zu alt und schwach wurde, um einen Tag mit ihm an der Schule verbringen zu können. Aus diesem Grund endete er zum Essen meist bei den Familien seiner Freunde und beäugte insgeheim mit Neid, wie manche begeisterte Väter ihre Kinder beim Staffellauf filmten.
So begann er auch, umso mehr zu versuchen, die Aufmerksamkeit seiner Mutter zu erhaschen. Diese war abends nach der Arbeit viel zu erschöpft, um sich wirklich mit ihm zu befassen, weshalb Arata begann umso eifriger zu lernen und sich von seinem Großvater etwas im Kochen unterrichten zu lassen, damit er sie wenigstens damit beeindrucken konnte. Tatsächlich war sie eines Abends so überrascht, dass ihr elfjähriger Sohn ihr ein ausgewogenes Abendessen vorsetzte, dass sie ihn unter Tränen in ihre Arme schloss. Das jedoch nicht nur aus Stolz, sondern auch weil sie nun umso mehr das Gefühl hatte, ihren Sohn zu sehr zu vernachlässigen. Aufgrund ihrer strengen Arbeitszeiten war sie allerdings nie dazu in der Lage, etwas daran zu ändern.

Arata hatte die Rückmeldung seiner Mutter zwar größtenteils positiv aufgenommen, aber es nagte auch an ihm, dass er sie nicht weiter entlasten konnte. Dennoch machte das Zubereiten von Essen ihm von da an so große Freude, dass er in den weiteren Schulen begann, sich im Kochclub zu engagieren, auch wenn dort größtenteils nur weibliche Schüler waren. Wie es in dieser Lebensphase jedoch üblich ist, hatte er auch Freunde im männlichen Bekanntenkreis, die seiner Auffassung nach ein viel zu großes Interesse an den Mädchen ihrer Schule hatten. Arata machte sich noch keinen Kopf um Beziehungen, zwar wollte er eines Tages unbedingt eine Familie gründen, war aber auch der festen Auffassung, dass er erst einmal etwas im Leben erreichen musste, um seine Familie auch gut versorgen zu können. Er konnte aber trotzdem nicht verhindern, dass das populärste Mädchen seines Jahrgangs allmählich zu seinem Schwarm wurde, immerhin war es hübsch, gesittet... er hätte sich im Nachhinein wohl für seine Oberflächlichkeit ohrfeigen können, doch als bekannt wurde, dass dieses Mädchen im nächsten Schuljahr wegziehen würde, hinterließ er ihm einen Notizzettel in seiem Schuhfach mit der Nachricht, dass er es treffel wollte im festen Vorhaben ihm seine Gefühle zu gestehen.
Umso überraschter war er, als jemand ganz anderes am vermerkten Treffpunkt im Park erschien. Eine Schulkollegin mit kurzem, schwarzen Haar, die auf den Namen Yumemi hörte. Zwar hatten sie beide nie viel miteinander zu tun gehabt, doch sie erläuterte ihm, dass sie allein aus Mitleid aufgekreuzt war, weil ein anderer Kerl seine Notiz in ihr Fach gesteckt hatte, um selbst bessere Chancen bei diesem Mädchen zu haben. Arata wäre vor Peinlichkeit am liebsten im Boden versunken, doch er verblieb noch eine Weile und unterhielt sich mit seiner neuen Gesellschaft. Im Laufe des Gesprächs musste er feststellen, dass Yumemi ihm ein ziemliches Rätsel war. Sie schien sehr distanziert und pragmatisch zu sein, weshalb er von ihr für seine naive Haltung auch den ein oder anderen kaltschnäuzigen Kommentar einstecken musste, was ihn auch etwas provozierte. Letztendlich reichte es ihm, als sie ihm offen und neckisch gestand, dass sie bei seinem Engagement im Kochclub geglaubt hatte, dass er insgeheim gar nicht an Frauen interessiert wäre und wollte verschwinden. Trotzdem überließ er ihr die selbstgebackenen Kekse, die eigentlich für seinen Schwarm gedacht waren, da er sie nun ohnehin niemandem geben konnte. Zu seiner Überraschung musste er feststellen, dass Yumemi am nächsten Tag gleich wieder auf ihn zukam und ihm anbot, ihm bei seinen Matheproblemen zu helfen, von denen er ihr ebenfalls erzählt hatte... im Gegenzug für weitere Kekse. Arata fand dieses Angebot teils etwas lachhaft, war andererseits aber auch davon geschmeichelt, weil ihr sein Backwerk wohl wirklich geschmeckt haben musste. So kam es, dass sie sich von da an regelmäßig trafen und mit der Zeit immer enger miteinander wurden.

Nach einer gemeinsamen Zeit, die mit Höhen und Tiefen gespickt war und auch von der ein oder anderen weiteren Peinlichkeit kam es schließlich, dass die beiden eine Beziehung begannen. Das auch ohne jegliche weitere Fanfare, es war einfach ein Vorschlag, den Yumemi irgendwann plötzlich in eine Konversation eingeworfen hatte. Arata war zu diesem Zeitpunkt eher perplex gewesen und hatte einfach nur panisch Dinge vor sich hin gestammelt, ging letzten Endes aber darauf ein und gestand ihr auch, dass er sie in ihrer gemeinsamen Zeit lieben gelernt hatte. Ihre Anfänge waren zwar holprig gewesen, doch ihre gegenseitigen Kontraste gaben Arata auch das Gefühl, dass er mit Yumemi über wirklich alles reden konnte, selbst wenn sie sich mal stritten. Seine Mutter war auch äußerst begeistert von den Neuigkeiten und empfand Yumemi als die perfekte Partnerin für ihn, wo sie doch in den richtigen Punkten einen Kontrast im Charakter zeigen. Arata entging dabei jedoch nicht, wie erleichtert sie dabei betonte, dass er nun "in guten Händen sei" und sie sich nicht länger "um seine Zukunft sorgen müsse".
Sein Großvater verstarb schließlich an seinem hohen Alter, kurz bevor Arata mit 18 seine Schulbildung abgeschlossen hatte. Die Trauer war nicht zu groß, da vor seinem Tod noch ein langer Krankenhausaufenthalt stattgefunden hatte, doch es fiel ihm anfangs aufgrund seiner Sentimentalität dennoch schwer, sich daran zu gewöhnen, dass er die Person, die ihn gewissermaßen großgezogen hatte, nun nie wieder sehen würde. Nach Abschluss seiner Schulbildung hatte er sich letztendlich dazu entschlossen, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten und sich zum Polizisten ausbilden zu lassen. Für ihn kamen immerhin nur das oder eine Ausbildung zum Konditor in Frage, doch bei der Abwägung, welcher Beruf ihm das beste Einkommen bot, war die Wahl ziemlich eindeutig. Es schien seine Mutter allerdings sehr zu deprimieren, weshalb er versuchte, ihr zu versichern, dass alles gut verlaufen würde.
Er zog schließlich auch mit Yumemi zusammen, die darauf hinarbeitete, Krankenschwester zu werden. Nachdem Arata 20 geworden war, traf ihn allerdings ein schwerer Schlag: Seine Mutter hatte Suizid begangen. Am Boden zerstört wusste er nicht so recht, wie er damit umgehen sollte, da er es nie vermutet hätte, dass sie so etwas in Erwägung ziehen würde. Es schien allerdings, als wäre sie schon immer viel zu überfordert mit dem Verlust ihres Mannes und ihren sehr strengen Arbeitszeiten gewesen, weshalb sie nur noch diesen Ausweg gesehen hatte. Yumemi stand ihm jedoch zur Seite und versuchte ihn nach allen Möglichkeiten wieder aufzubauen und ihm eine Stütze zu sein. Sie kamen sich durch das Bewältigen dieses Schicksalsschalgs gleich umso näher, weshalb sie sich mit 22 Jahren schließlich dazu entschlossen, ihren Bund zu besiegeln und zu heiraten. Das Gründen einer eigenen Familie ließ in Arata wieder die Hoffnung aufkeimen, sein Leben von jetzt an endgültig zum besseren Wenden zu können, weshalb er sehr enthusiastisch an das Ganze heranging und Yumemi damit sogar hin und wieder auf die Nerven ging, obwohl sie es mit Humor nahm. Kritisch war allerdings, dass er sich unbedingt ein Kind wünschte und seine Frau eher wenig Interesse daran hatte. Dennoch sprach er häufiger mit ihr darüber, weshalb Yumemi schließlich nachgab, als sie merkte, wie sehr ihm das Ganze am Herzen lag. Bei der Verkündung ihrer Schwangerschaft war er deswegen so bewegt, dass er seine Tränen einfach nicht mehr zurückhalten konnte.

So kam schon ein Jahr nach ihrer Hochzeit ihr Sohn Aoto zur Welt und obwohl sie beide schon fest im Berufsleben integriert waren, gaben sie ihr bestes, sich um das Baby zu kümmern. Arata hatte es sich vor allem vorgenommen, nun das Rauchen aufzugeben, mit dem er nach dem Tod seiner Mutter unglücklicherweise begonnen hatte. Einer seiner Kollegen "unterstützte" ihn ebenfalls dabei. Wo sie bisher gemeinsam in einer Pause zum Rauchen rausgegangen waren, hatte er es sich herausgenommen, Arata beim Hinausschleichen für eine Raucherpause mit Wasser aus einer Flasche zu überschütten. Seitdem hatte er sich nur stets davor fürchten müssen, nassgespritzt zu werden, sollte er in der Pause überhaupt in irgendeiner Weise rausgehen.
Allgemein ging er seinen Beruf allerdings auch mit ebenso viel Enthusiasmus wie in seinem Familienleben nach. Auch wenn der Polizeiberuf überhaupt nicht so war, wie er ihn sich als Kind vorgestellt hatte, es gab ihm ein gutes Gefühl, sich auf diese Weise besser vorstellen zu können, wie sein Vater wohl gelebt haben musste. Seine Familie ging ihm aber trotz allem noch vor. Nachdem sein Sohn in den Kindergarten gekommen war, schaffte er es deswegen auch, sich bei anderen Eltern recht unbeliebt zu machen, immerhin verteidigte er Aoto fast schon erbitterter als eine Bärin. Sollte er beim Spielen oder bei kindlichen Streitigkeiten verletzt oder zum Weinen gebracht worden sein, konnte Arata deswegen ziemlich unausstehlich werden, wobei Yumemi ihn in solchen Angelegenheiten zum Glück immer wieder rügte, damit er ihren Sohn nicht letzten endes noch verzog.
Als Aoto schließlich in die Schule gekommen war, musste sie jedoch konstant spätere Schichten im Krankenhaus arbeiten, weshalb es letztendlich an Arata lag, rechtzeitig nach Hause zu kommen, damit ihr Sohn nicht alleine war. Nur war ihm das als Polizist leider auch nicht immer möglich. Dennoch bemühte er sich sehr darum, ihm nicht das Gefühl zu geben, vernachlässigt zu werden. So nahm er sich immer Zeit, sämtliche Schulveranstaltungen seines Sohnes zu besuchen und verwöhnte ihn wohl auch zu sehr mit süßem Backwerk. Wo Aoto allmählich älter wurde, war es ihm fast schon peinlich, dass sein Vater mit Schürze und Ofenhandschuhen in der Küche stand, wenn er Freunde von der Schule nach Hause brachte und dabei von ihm konstant damit belagert wurde, ob er ihnen nicht etwas bringen könnte.

Mit 12 Jahren wollte Aoto auch einmal unbedingt zelten gehen, was sie allerdings nicht umsetzen konnten, da sowohl Arata als auch Yumemi keinerlei Erfahrung mit so etwas hatten und ihnen auch die Zeit fehlte, in den Sommerferien Urlaub in einer Bergregion zu machen. Als er jedoch sah, wie enttäuscht sein Sohn davon war, lieh er sich das Zelt eines Kollegen und baute es auf dem Balkon ihrer Wohnung au, um dort eine Nacht mit ihm zu zelten. Diese Idee war glücklicherweise verrückt genug, um Aoto sofort zu begeistern. Er schien den Charakter von seinem Vater geerbt zu haben, obwohl er das Aussehen fast komplett von seiner Mutter hatte. Arata selbst genoss dieses gemeinsame Übernachten auf dem Balkon zu seinem eigenen Erstaunen auch ziemlich, da es ihn an seine eigenen von kindlicher Fantasie geprägten Spiele in seiner Kindheit erinnerte. Yumemi war allerdings weiterhin in der Wohnung geblieben, da das Zelt für drei Personen zu klein war.
Im Laufe der Nacht kam Aoto schließlich darauf, ihn zu fragen, ob er so etwas mit seinem eigenen Vater auch getan hätte, was ihn ganz schön unvorbereitet traf. Er hatte seinem Sohn nie erzählt, dass er ohne Vater aufgewachsen war, weil er es für überflüssig gehalten hatte und auch ungerne darüber sprach, aber trotzdem entschied er sich dafür, ihm gegenüber nun ehrlich zu sein und ihm davon zu erzählen. So ungewollt sentimental, wie er wurde, fügte er noch dezent formuliert an, dass er ihm deswegen alles geben wollte, was ihm in seiner eigenen Kindheit gefehlt hatte, was seinen Jungen anschließend ziemlich nachdenklich machte. Fast schon hatte er befürchtet, dass er seine Gefühle in dieser Hinsicht nicht wirklich verstehen würde, doch als Aoto ihm schließlich sagte, dass er sich dafür einen besseren Vater nicht hätte wünschen können, wurde ihm klar, dass er sich ebenfalls nicht mehr hätte wünschen können als selbst Vater zu werden.
Mit 37 Jahren wurde er von Aoto schließlich einmal nach einer merkwürdigen Zusammenstellung von Utensilien gefragt. Als er sich danach erkundigte, wofür sie seien, gab sein Sohn schließlich zu, dass er ein interessantes Buch in einem Antiquariat aufgegabelt hatte, mit dessen Anleitung zu einem Siegel man anscheinend einen Dämon beschwören konnte, der einem jeden Wunsch erfüllen würde. Für Arata eine ulkige Vorstellung, aber da dieses Ritual ihm nicht wirklich geheuer war, verbot er Aoto damit fortzufahren und konfiszierte das Buch, nur um es in seinem Bürozimmer auf einem Regal verstauben zu lassen und es zu vergessen.

Es war etwa zur selben Zeit, dass er als Polizist gemeinsam mit seinen Kollegen mit einem ziemlich kniffligen Fall konfrontiert worden war, bei der es um eine Reihe von organisierten Einbrüchen ging, die auf eine neu geformte kriminelle Gruppierung hinwiesen. Es gelang ihnen schließlich, einen weiteren Einbruch dieser Art zu verhindern und einen Verdächtigen hinsichtlich dessen zu verhaften, doch es schien unmöglich, Informationen aus ihm herauszubekommen, was das Finden seiner Verbündeten umso schwieriger gestaltete, zumal die Überfälle nach ihrem Fehltritt nun aufgehört hatten.
Kurze Zeit darauf feierte Aoto auch schon seinen 15. Geburtstag und obwohl Arata eigentlich noch auf Patrouille war, nahm er es sich trotzdem heraus, seinen Sohn im Dienst kurz von der Schule abzuholen und ihn nach Hause zu begleiten. Er hatte einfach ein ungutes Gefühl, das er nicht abschütteln konnte und wo er zu seinem Geburtstag sehr spät zu Hause sein würde, wollte er ihm wenigstens diesen Gefallen tun. Sein ungutes Gefühl war jedoch nicht unbegründet, auf ihrem Weg wurden sie von Kriminellen überrumpelt und in eine leere Gasse verschleppt. Wie es schien, handelte es sich bei ihnen um die restlichen Leute dieser Gruppe, die für ihren gefangenen Kollegen nun Vergeltung ausüben wollten und bei ihm den Anfang machten. So setzten sie ihm schwer zu, während Aoto nur hilflos zurückgehalten wurde und sie weinend darum anflehte, seinen Vater endlich gehen zu lassen. Als Arata sich kaum noch auf den Beinen halten konnte, nahmen sie schließlich seine Dienstwaffe zur Hand, die sie ihm zuvor abgenommen hatten und wollten ihn dazu zwingen, mit ihnen zu kooperieren und die Freilassung ihres Kumpanen zu wirken. Doch so verzweifelt er ihnen auch beteuerte, dass es für jemanden wie ihn unmöglich war, etwas in dieser Hinsicht zu bewirken, es schien keine Antwort zu sein, mit der sie sich zufrieden gaben, weshalb sie alle allmählich die Geduld verloren. So hatte einer von ihnen aus reinem Sadismus heraus seine Waffe genommen und erschoss ohne jegliche Vorwarnung seinen Sohn. Der Ausbruch Aratas, der darauf folgte, war nur von kurzer Dauer, da sie im Anschluss auch mit ihm kurzen Prozess machten und ihn bewusstlos schlugen.
Seine darauf folgende Zeit im Krankenhaus war für alle Beteiöligten äußerst unangenehm. Kaum hatte er sich einigermaßen erholt, hatte er feststellen müssen, dass er keinerlei Erinnerung an die Gesichter der Personen mehr hatte, die Aoto auf ihrem Gewissen hatten. Dafür war der Moment seines Todes jedoch umso deutlicher in sein Gedächtnis eingebrannt. Yumemi war als Krankenschwester in dieser Zeit oft an seiner Seite und obwohl sie mindestens so schwer getroffen von dieser Situation war, versuchte sie stark zu bleiben. Arata hingegen wusste nicht im Geringsten, wie er mit dieser Situation umgehen sollte. Verleumdung, Frustration, Schuldgefühle und die reine Verzweiflung schlugen mit einem Mal auf ihn ein, weshalb seine Frau sehr zu ihrem Leidwesen oft Zeugin davon wurde, wie er weitere emotionale Ausbrüche zeigte, als seine Kollegen ihn im Krankenhaus zu den Geschehnissen befragten. Zwar linderten sich diese mit seiner Entlassung aus dem Krankenhaus einigermaßen, doch es war sehr offensichtlich, dass er nach Aotos Tod nur noch ein Schatten seiner selbst war. Er war viel zu deprimiert, um vernünftige Konversationen aufrecht zu erhalten, was es selbst seiner eigenen Frau nun unmöglich machte, in irgendeiner Weise zu ihm durchzudringen, obwohl sie selbst genauso sehr trauerte wie er. Stattdessen begann Arata wieder zu rauchen und ertränkte sich in seiner verbliebenen Arbeit. Aufgrund seiner persönlichen Involvierung war es ihm nun nicht mehr möglich, an diesem einen Fall weiterzuarbeiten und seine Kollegen hüteten sich auch davor, ihn in seiner Gegenwart zu erwähnen, da man sehr deutlich beobachten konnte, wie ihm schon beim bloßen Gedanken daran wieder die Tränen in die Augen stiegen.
So sehr, wie sich sein Verhältnis mit Yumemi im Laufe dessen verschlechtert hatte, schien ein Streit auch unausweichlich. Sie konfrontierte ihn eines Abends schließlich damit, dass sie kaum mehr miteinander sprachen und die gesamte Atmosphäre in ihren eigenen vier Wänden unerträglich geworden war. Zwar versuchte sie, ihm gegenüber verständnisvoll zu sein und für ihn da zu sein, doch Arata war von seiner Trauer zu zerfressen, um ihr wirklich Gehör zu schenken. All das fühlte sich für ihn lediglich wie falsches Mitleid ein. Die Art und Weise, wie seine Kollegen inzwischen einen Bogen um ihn machen oder ihn bedauernd ansahen und wie es schien, als würde er mit seiner bloßen Präsenz sämtliche Personen in ihrem Bekanntenkreis auf der Stelle verstummen lassen, machte ihn einfach nur fertig. So warf er seiner Frau all diese Empfindungen aggressiv entgegen, die ihn nur hilflos darum anflehen konnte, dass er ihr endlich zuhören sollte und dass er all diese Dinge vollkommen missverstand. Ihr Streit steigerte sich jedoch nur weiter und endete schließlich darin, dass Arata zum ersten Mal in ihrer gesamten Beziehung die Hand gegen sie erhob und sie schlug. Sie beide waren daraufhin vollkommen perplex, doch Yumemi ergriff nach diesem kurzen Moment des Innehaltens die Initiative und stürmte aus der Wohnung, ihm dabei hinterherschreiend, dass es zwischen ihnen nun endgültig vorbei war. Arata hatte dieses Ereignis in seiner Impulsivität kaum verarbeitet, doch als ihm endlich klar wurde, was er getan hatte, folgten lediglich weitere impulsive Handlungen. Er rannte Yumemi unter Tränen hinterher, sie darum anflehend, zu bleiben und dabei beteuernd, dass ihm das alles fürchterlich leid tat. Doch das bewegte sie nur dazu, umso schneller in ihr Auto zu flüchten und ihn beim abrupten ausfahren beinahe zu überfahren, als er sie daran hindern wollte. Viel zu lange verblieb er danach an der Schwelle des Wohnblocks und saß dort wie ein von seinen Eltern ausgesetztes Kind, ehe ein Nachbar sich erbarmte und ihn mit sanften Worten dazu bewegen konnte, sich in das Gebäude und zurück in seine Wohnung lotsen zu lassen, wo er schließlich vor Reue über seinem Bett zusammenbrach.

Der darauf folgende Scheidungsprozess war für ihn deswegen umso schmerzhafter. Yumemi konnte ihm kaum mehr ins Gesicht sehen und auch Arata stellte fest, dass ihm alles allmählich gleichgültig geworden war. Ein Gefühl der Leere plagte ihn, doch erversuchte während alldem dennoch weiterzuarbeiten, obwohl er kaum etwas zustande brachte, da er lediglich apathisch an seinem Schreibtisch in der Polizeistation saß. Er schaffte es einfach nicht zu verarbeiten, weshalb jede Person in seinem Leben, die ihm etrwas bedeutete, ihm entweder genommen wurde oder ihn verließ.
Sieben Monate nach Aotos Tod war er rechtlich schließlich endgültig von Yumemi geschieden und lebte von jetzt an alleine in ihrer alten Wohnung. Seine Vorgesetzten hatten ihn in der Zeit ebenfalls auf seinen Zustand angesprochen und ihn dazu gezwungen, sich für ein halbes Jahr beurlauben zu lassen, um sich seelisch zu erholen, wobei sie es ihm noch nahe legten, sich für seinen Zustand Hilfe zu suchen. Arata nahm davon jedoch nichts wahr, er war nun völlig alleine, hatte nichts mehr zu tun und kam kaum noch aus dem Bett, um zumindest den lebensnotwendigen Bedürfnissen nachzukommen. Er versuchte zwar, sich wieder stückweise selbst zusammenzureißen, doch es fiel ihm unglaublich schwer. In Erinnerungen schwelgend fand er in dieser Zeit das alte Buch wieder, das Aoto früher einmal aus einem Antiquariat mitgebracht hatte. Ein Dämon, der Wünsche erfüllen konnte, klang einfach unglaublich absurd. Absurd genug, um es in seiner Verzweiflung zumindest zu versuchen. So bildete er nach der Schilderung des Buchs das Siegel und zu seinem Schock funktionierte das Ritual. Umso schockierender war, dass ihm danach sein Sohn erschien und in seiner Panik dauerte es etwas, bis er realisierte, dass es sich bei dieser Erscheinung um den Dämon in der Gestalt seines Sohnes handelte, der mit ihm einen Vertrag anbot. Seinen Willen im Austausch gegen seine Seele. Völlig perplex ging Arata schließlich darauf ein. Seine Verfassung war zu diesem Zeitpunkt absolut miserabel gewesen, wo er die Wohnung seit Tagen nicht mehr verlassen hatte. Er hatte kein Ziel mehr in seinem Leben, das einzige, was in diesem Moment ansatzweise noch in seinen Gedanken vorhanden war, waren die Rachegelüste den Menschen gegenüber, die ihm den Sinn seines Lebens genommen hatten.
Zwar besteht der Vertrag zwischen ihnen erst seit kurzem, doch Arata hatte in der Zeit darauf sehr schnell feststellen müssen, dass es sich bei diesem Dämon namens Kagurazaka um eine äußerst schwierige Persönlichkeit handelte. Die Tatsache, dass sie dabei noch das Antlitz seines Sohnes trug, machte das ganze umso schmerzhafter für ihn. Es schien ihm, als würde dieser eine Fehler ihn nun sein gesamtes Leben verfolgen. Er schaffte es jedoch zumindest, seinen Lebensstil wieder einigermaßen zu richten und einem nun eher normalen Alltag nachzugehen, wenn man von seinen Versuchen absieht, sich in den kriminellen Gefilden in irgendeiner Weise nach Informationen über die Mörder seines Sohnes umzuhören.



BENUTZTER AVATAR: Suou Katsuya aus Persona 2.
WEITERE CHARAKTERE: Erstaccount \o/






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Arata Kimura

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